Ansicht einer großen Gemäldegalerie, in der nur Männer repräsentiert sind und die fehlenden Frauenportraits mit leeren Bilderrahmen symbolisiert sind (KI-generiert)
Hidden Championnes
Belächelt,
übergangen,
(fast) vergessen
Mission: Visible. Roxana Panetta malt die Frauen, die in den Museen fehlen, und verleiht ihnen Würdigung und Sichtbarkeit
Kennen Sie Eleanor Coade? Isotta Nogarola? Marie Colinet? Vermutlich nicht, denn von diesen Frauen hat kein einziges zeitgenössisches Portrait überlebt – oder gar nie existiert.
Mit den Hidden Championnes erhalten unsichtbar gebliebene Unternehmerinnen, Komponistinnen, Wissenschaftlerinnen, Autorinnen, Erfinderinnen ein Gesicht und damit den überfälligen Platz in unserem kollektiven visuellen Gedächtnis.
»Roxana Panetta verbindet in ihrer künstlerischen Praxis historische Recherche mit malerischer Präzision. Ihre Serie ist mehr als ein Blick zurück: Sie öffnet eine Diskussion über Frauenbilder, Erinnerungskultur und museale Vermittlung.«
Laura Müller, landshut-news.de
Serie I: Historische Bildnisse
So tun als ob: Diese Portraits simulieren Stil, Material und Darstellungsweisen der Epoche, in der die Frau wirkte. Es sind solche Portraits, die in den großen Museen fehlen.
Serie II: Halb-abstrakte Bildnisse
Das Zusammenspiel von Zufall (Tusche) und realitätsnaher Darstellung (Öl) verstellt und stört den Blick auf die Portraitierte. Es gilt genauer hinzusehen, um die Frau zu erkennen.
Alte Pinakothek München (2024): Die einzige Frau, die im ersten Saal in dieser Portraitreihe ausgestellt ist, ist Herzogin Maria Jacobaea von Baden, Gattin Herzogs Wilhelm IV von Bayern, Begründer der Gemäldesammlung (heutige Pinakothek)
»Wie Sie sehen , sehen Sie neun Männer – und eine Frau. Zeit, das zu ändern.«
–Roxana Panetta
Hidden Championnes — unsichtbare Frauen
Gehen wir in die großen Museen der westlichen Welt, finden wir einige wenige Portraits von Frauen. Es sind meist Portraits von Regentinnen, Mätressen und Kurtisanen, die eine oder andere Ehefrau oder Mutter des Malers. Aber wo sind die Literatinnen? Die Komponistinnen? Die Ärztinnen? Die Malerinnen? Die Forscherinnen? Denn es gab sie. Aber warum hängen sie dann nicht in diesen Räumen?
Ich vermute, es gibt sie schlichtweg nicht (mehr), diese Portraits von Frauen, die in ihrer Zeit Einfluss übten und Großes hervorbrachten. Dabei gibt es vielfältiges weibliches Schaffen seit Jahrhunderten – bis in die Antike zurück können wir zum Glück noch weibliche Biographien finden, die schillernd sind und faszinieren.
Ich gebe ihnen ein Gesicht
Meine «Hidden Championnes» sind Portraits von Frauen, deren Errungenschaften in unserer aktuellen Geschichtsschreibung quasi unsichtbar geblieben sind – auch deshalb, weil es keine Portraits von ihnen gibt und wir uns somit kein Bild von ihnen machen können. Den Hut ziehend vor den Leistungen dieser Frauen vergangener Epochen erschaffe ich nachträglich ihre Portraits im Stile der jeweiligen Zeit. Mit meinen historisch anmutenden Portraits will ich ein überraschendes Momentum erzeugen: Wenn wir vor diesen Frauenportaits stehen und etwas über diese Frauen erfahren, sollen wir bemerken, dass wir keine Vorstellung davon hatten, dass eine solche Vita bereits vor Jahrhunderten Realität war. ~Roxana Panetta
News
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Termine
30. April - 2. August 2026 // Solo-Ausstellung // Burg Trausnitz, Landshut
Einzelausstellung «Belächelt, übergangen, (fast) vergessen»
13. Juni 2026 // Führung & Vortrag // Burg Trausnitz, Landshut
Wer sind diese “Hidden Championnes"? Wie finde ich sie, wenn sie doch unsichtbar sind? Wie male ich Portraits, wenn es keine Fotos gibt?
Ich führe durch meine Ausstellung und gebe einen Einblick in die Lebensgeschichten der Frauen, die zu sehen sind.
Begrenzte Plätze!
Anmeldung erforderlich: post@hidden-championnes.art
Kosten: Museumseintritt (6,-€) und Beitrag zur Führung (10€)
Samstag 13. Juni, 16:30-18:00h
Start der Führung: Treffpunkt an der Kasse
9. Juli 2026 // Künstlerinnengespräch // Burg Trausnitz, Landshut
18-20 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Roxana Panetta und Museumsreferentin Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai. Anschließend Gespräch und Diskussion mit dem Publikum über die Berührungspunkte von freier Kunst und historischer Arbeit von Museen – und die Frage, warum die Sichtbarkeit von Geschichte so wichtig ist.
Begrenzte Plätze!
Anmeldung empfohlen!
Kartenverkauf: Anmeldung erforderlich per E-Mail über fuerstenhochzeiten@bsv.bayern.de, telefonisch unter 0871 92411-0 oder an der Museumskasse